ISIS MADE IN USA

Die USA sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Irak und seine Bevölkerung ins absolute Chaos geraten sind. In der Vergangenheit haben dazu folgende Interventionen und Handlungen der US-Regierung geführt:

  1. In den 90er Jahren nach dem 2. Golfkrieg wurden harte Sanktionen gegen den Irak erhoben, wodurch die irakische Bevölkerung am meisten zu leiden hatte. Viele Menschen unter anderem auch viele Kinder, sind durch Mangel an Medikamenten und Unterversorgung zu Tode gekommen.
  2. 2003 marschierten die USA in den Irak ein und besetzten über mehrere Jahre als Besatzungsmacht das Land. Dabei wurden der damalige Diktator Saddam Hussein und dessen Regierung gestürzt.
  3. Durch den Sturz der alten Regierung verloren durch das erfahrene Leid der Sanktionen und der anhaltenden Besatzungsmacht viele Menschen noch zusätzlich ihre Jobs. Der Irak war damals als Land der größte Arbeitgeber und mehrere hunderttausend Menschen standen auf der Straße, unter anderem auch viele ehemalige Armeeangehörige.
  4. Die USA installierten nach ihren Maßstäben eine neue Regierung mit einem neuen Ministerpräsidenten. Dieser war schiitischer Abstammung, wodurch die in der Minderheit lebenden sunnitischen Bevölkerungsteile im Irak viel zu leiden hatten.
  5. Es gab für die Sunniten im Land keine Perspektive mehr, weshalb sich zivile Bevölkerungsgruppen unter anderem auch viele ehemalige irakische Soldaten,  zu Aufstands- und Widerstandsbewegungen zusammengeschlossen, die vorwiegend gegen die noch anhaltende US-Besatzung vorgingen.
  6. Aus dieser Situation entstand anfangs der Islamische Staat, der seinen Einfluss bis dahin „nur“ auf den Irak begrenzte. Die Sunniten wollten ihren eigenen Staat gründen und sich von den Schiiten abspalten.
  7. Als 2011 der Bürgerkrieg in Syrien begann, wurde dieser anfangs nur durch eine Minderheit der syrischen Bevölkerung entfacht. Diese Situation nutzten die USA für sich und beteiligten sich aktiv daran, im sogenannten Namen der Freiheit, die Regierung Assad zu stürzen.
  8. Dadurch dass sich Syrien durch den Bürgerkrieg auf die Verteidigung gewisser Kerngebiete im inneren Land konzentrieren musste, wurden die syrischen Truppen an den irakischen Grenzgebieten abgezogen, womit ein sogenanntes „Machtvakuum“ an den Grenzgebieten zum Irak entstand. Damit hatte ISIS die Chance, seine Macht auszuweiten und drang nach Syrien vor. Diese Situation war entscheidend, weil ISIS so immens an Macht hinzugewann.

Als Fazit kann man sagen, dass durch die Interventionen und den Einmarsch der US-Truppen in den Irak die komplette Region destabilisiert und ins Chaos gestürzt wurde. Erst so konnten sich Milizen und Rebellen formieren, die durch das zunehmende Chaos in der Region immer mehr an Einfluss gewannen.

Ebenso gibt es teilweise Hinweise, dass die US-Regierung diese militanten Gruppierungen aktiv mit aufgebaut und unterstützt hat. Hier sollte sich aber jeder selber ein Bild machen.

Als Buch zu dem Thema wird folgendes empfohlen:

Wer den Wind sät, wird Sturm ernten – Michael Lüders

Hier noch ein paar weitere Links zum Thema ISIS: